Stadttauben Buchholz e.V.

Hallo und Herzlich Willkommen!
Wir sind ein Tierschutzverein in 21244 Buchholz in der Nordheide, südlich von Hamburg, und widmen uns ehrenamtlich dem Schutz der Stadttauben und kümmern uns um die tierschutzgerechte Regulierung der Stadttauben in Buchholz und Umgebung.

Wusstest du, dass Stadttauben Nachkommen verwilderter Haustiere sind, 
ähnlich wie streunende 
Hunde und Katzen?

Stadttauben sind ursprünglich ausgesetzte und seit Jahrhunderten bewusst gezüchtete Haustiere, die durch den menschlichen Einfluss in unseren Städten leben. 

Auf unserer Seite wollen wir Dich über die Problematik aufklären und informieren, was wir als gemeinnütziger Verein dagegen tun können.

Die Problematik

Hunger

Stadttauben fressen hauptsächlich Körner und Samen, diese sind in der Stadt aber kaum zu finden. 
Sie können nur Futter finden, wenn sie auf dem Boden herum laufen und nach Futter suchen. Meistens finden sie nur Abfälle und Essensreste, die ihr Immunsystem schwächen und sie krank machen. 
Da Stadttauben standorttreu sind, verlassen sie die Innenstädte nicht.
Sie betteln nach Futter, um dem Hungertod zu entkommen. 
Es ist ein täglicher Kampf ums Überleben. 

Oft argumentieren Städte damit, dass Fütterung zur stärkeren Vermehrung der Tauben führt. Dies ist aber nicht der Fall, weil ihnen ursprünglich ein ganzjähriges Brutverhalten angezüchtet wurde. Selbst eine hungernde Taube wird noch ihre letzten Kräfte zum Legen von Eiern aufbringen. 

Brutzwang

Die Stadttaube stammt von der Felsentaube ab, die ihren Ursprung im Mittelmeerraum hat. Dort leben und brüten die Tauben in kleinen Höhlen und Felsvorsprüngen. Die meisten Tauben-Arten brauchen im Gegensatz zu Wildvögeln flache Untergründe zum Brüten. Diese finden sie beispielsweise in den Städten auf Dachböden, auf Balkonen, in Parkhäusern und in Ruinen. 

Die ursprünglich wildlebenden Tauben wurden als Nutztier domestiziert. Sie wurden für Fleisch und Eier eingesperrt und es wurde ihnen ein Brutzwang angezüchtet, der sie immer wieder zwingt neue Eier zu legen. Sobald die Taube merkt, dass sie ihre Jungen nicht mehr füttern kann, sucht sie sich sofort ein neues Nest und brütet erneut - so entsteht ein nie endender Teufelskreis.

Verschnürungen

Auf der ständigen Suche nach Futter laufen die Stadttauben oft mehrere Stunden am Tag auf dem Boden herum. Dabei verfangen sich Haare, Fäden oder Gummis an ihren schuppigen Füßen, die sie sich nicht selbst entfernen können. Das hat zur Folge, dass die Füße schmerzhaft abgeschnürt werden und die Zehen über einen langen und qualvollen Prozess absterben. 
Tauben sind Wirbeltiere und das Schmerzempfinden ist mit unserem zu vergleichen. Wir können uns also gut vorstellen, was für qualvolle Schmerzen die Tauben mit Verschnürungen tagtäglich zu ertragen haben.

Vergrämungsmaßnahmen

Stadttauben werden immer mehr vertrieben, ohne dass ihnen Alternativen angeboten werden. Sie spießen sich an Vergrämungsmaßnahmen wie Spikes auf oder bleiben in Netzen hängen, wo sie dann elendig verhungern oder verdursten. 
Es kommt auch oft vor, dass Vergrämungsfirmen die Brutplätze der Tauben verschließen und die Taubenküken dahinter einsperren. Die Taubeneltern haben keine Möglichkeit mehr an ihre Jungen zu kommen und die Küken haben keine Chance zu überleben und sterben qualvoll.
Wenn jeder die Tauben vor seiner eigenen Tür nur los werden will ohne das Problem nachhaltig anzufassen, dann verschiebt es sich nur. Dann hat die nächste Person, dass Problem an der Backe ohne, dass es eine Lösung gibt.

Brieftaubensport

Tauben haben eine sehr starke Liebesbindung zu ihren Partnern und Jungen. Nicht umsonst gelten sie als Symbol der Liebe und Partnerschaft. Diese Bindung wird von Breiftaubenzüchter:innen ausgenutzt, um Sportbrieftauben, hunderte Kilometer von ihrer Familie entfernt, zu Höchstleistung zu zwingen, die ihre körperlichen Kräfte oftmals übersteigen. Sie schaffen die langen Strecken nicht und schließen sich oft in den Städten den Stadttauben an. Oder sie stranden auf dem Land meist völlig entkräftet, dehydriert und unfähig weiter zu fliegen.  Man erkennt Brieftauben an den beschrifteten Ringen an den Beinen. 


Viele Brieftaubenzüchter:innen wollen gefundene Brieftauben nicht zurück haben, weil sie als Verlierer gelten und für den Wettkampf und die Zucht unbrauchbar werden.

Ausgesetzte Rassetauben

Es kommt immer wieder vor, dass Rassetauben ausgesetzt werden. Diese Tauben haben dann bereits keinen Telefonnummer-Ring mehr um ihr Bein, sodass die Besitzer:innen nicht ausfindig gemacht werden können. 

Auch sogenannte Hochzeitstauben werden oft verletzt oder geschwächt aufgefunden. Als Symbol der Liebe werden die Tauben an Hochzeiten in die Lüfte entlassen und somit zum Sterben ausgesetzt. 

Die Tiere finden in der Natur keine Nahrung und suchen meist die Nähe von Menschen, da sie Nahrung aus Menschenhand gewöhnt sind oder sie schließen sich einem Stadttaubenschwarm an. In den meisten Fällen verhungern die Tiere leidvoll oder werden Opfer von Greifvogelangriffen, da sie in einer fremden Umgebung völlig schutzlos und orientierungslos sind.